Boxen einfach erklärt

01.07.2017 | Autor: Team

Faszination Boxen

Ausrüstung, Regeln, Geschichte und Hintergründe


Die Ausrüstung

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Der wohl wichtigste Ausrüstungsgegenstand für Boxer sind die Handschuhe.

Boxhandschuhe werden meist aus Leder oder Kunstleder gefertigt und ähneln vom Aussehen den Fäustlingen. Sie sind weich gepolstert, um das eigene Verletzungsrisiko und das des Gegners zu minimieren. Der Daumen ist meist fixiert, was ebenfalls vor Verletzungen vorbeugen soll.

Was bedeuten die Unzen (oz)?

Je nach Grad der Polsterung werden Boxhandschuhe in sogenannte Unzen (oz) unterteilt. 1 Unze entspricht 28,35 g. Je nach Verwendung z.B. Wettkampf, Training oder Sparring haben die Handschuhe zwischen 6 und 18 oz.

Unter den Boxhandschuhen werden die Hände meist noch zusätzlich bandagiert, wofür es spezielle Boxbandagen zu kaufen gibt. Das gibt nochmal zusätzlich Stabilität und schützt vor Stauchungen und Verletzungen der Finger und Handgelenke.

Ein unverzichtbarer Ausrüstungsgegenstand im Ring ist außerdem der Mund- und Zahnschutz. Er besteht aus einer Plastikschiene, die sowohl die Zähne als auch das Zahnfleisch und Teile des Kieferknochens bedeckt.

Einige Boxer tragen außerdem einen Tiefschutz, der neben Mundschutz und Kopfschutz im Amateurbereich sogar Pflicht ist. Der Kopfschutz besitzt ebenfalls eine weiche Polsterung und schützt den Boxer vor harten Schlägen auf den Kopf sowie bei Stürzen im Ring.

Fazit: Sicherheit ist im Boxsport das A und O. Eine gute Ausrüstung schützt Athleten vor schweren Verletzungen.

Der Ring

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Der Boxring besteht aus einem quadratischen Seilviereck, das laut dem DBV (Deutscher Boxsportverband) und der AIBA (International Boxing Association) mindestens 4,90 m und höchstens 6,10 m pro Seite lang sein muss.

Die Seile

Umrandet wird der Ring mit wahlweise drei oder vier übereinander gespannten Seilen, die an vier Eckpfeilern befestigt sind.

  • 3 Seile: 40, 80 und 130 cm Höhe
  • 4 Seile: 40, 75, 105 und 135 cm Höhe
Der Boden

Der Ringboden besteht aus einem elastischen Belag von 1,5 bis 2 cm Stärke und einer Zeltplane. Außerhalb der Seile muss der Bodenbereich mindestens 50 cm breit sein. Die Eckpfeiler werden zum Schutz der Boxer mit Schaumstoff verkleidet.


Die Regeln

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Ziel beim Boxen ist es, mehr Treffer zu erzielen, oder aber durch k.o. des Gegners den Kampf zu gewinnen. Punkte erlangen die Boxer durch Treffen der Vorderseite des Kopfes, des Halses sowie des Oberkörpers.

Verstöße und Fouls

  • Schläge unterhalb der Gürtellinie oder gegen den Hinterkopf.
  • Einsatz anderer Körperteile (Füße, Knie, Ellenbogen).
  • Bewusstes Wegdrehen oder Klammern.

Geht ein Boxer zu Boden, wird angezählt. Er hat 10 Sekunden Zeit wieder aufzustehen, ansonsten gilt das als k.o.

Unterschied Rundenzeit: Im Amateurboxen wird üblicherweise in 3 Runden à 3 Minuten geboxt. Im Profisport liegt die Anzahl meist zwischen 6 und 12 Runden.


Die Kämpfer

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Das Körpergewicht ist entscheidend für die Einteilung in Gewichtsklassen, um faire Kämpfe zu gewährleisten.

Die Körpergröße ist weniger wichtig, wobei größere Boxer durch die Reichweite Vorteile haben können. Ein muskulöser Körper allein macht jedoch noch keinen guten Boxer aus. Schnelligkeit, Beweglichkeit, Taktik und Kondition sind ebenso entscheidend.


Die Geschichte

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Nach archäologischen Funden ist Boxen schon vor mehr als 7000 Jahren als Kampfsport betrieben worden. 688 v. Chr. wurde Boxen erstmals olympisch. In der Zeit der Gladiatoren kämpften Boxer oft mit Metalldornen an den Lederbandagen.

Die Entwicklung der Regeln

Lange Zeit gab es kaum Regeln (Kämpfe mit bloßen Fäusten). 1719 stellte James Figg erste Regeln auf. Daraus entwickelten sich die London Prize Ring Rules (Bandagenpflicht, keine Schläge am Boden).

1892 setzten sich die Queensberry-Regeln durch: Boxen nur noch mit Handschuhen und Rundenpausen. Seitdem spricht man vom Queensberry-Boxen.

1908 wurde Boxen in St. Louis wieder olympisch. 1920 fanden die ersten deutschen Meisterschaften statt.


Unterschiede Amateur & Profi

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Kleiderordnung & Schutz

Amateurboxer müssen meist Kopf-, Mund- und Tiefschutz tragen, sowie ein Oberteil (zur Erkennung der Gürtellinie). Profis boxen oft ohne Oberteil und Kopfschutz.

Risiken

Im Profiboxen ist das Gesundheitsrisiko höher. Durch härtere Bandagen, dünnere Handschuhe und mehr Runden sind Verletzungen (Cuts, Frakturen, Gehirnerschütterungen) häufiger.

Trotz strenger Sicherheitsbestimmungen bleibt Boxen ein Sport mit Risiko, weshalb Schutzmaßnahmen und ärztliche Kontrollen essentiell sind.


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